Gelbe Bäbber – die kleinen Erinnerungshelfer!

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Kennt Ihr das auch?

Oft werde ich gefragt, wie ich Kinder, Beruf, meine Schreiberei, Haus und Tiere usw. unter einen Hut bringe. Darauf Antworte ich immer ganz gelassen, dass eine gute Organisation die halbe Miete ist. Aber wie sieht diese Organisation bisweilen aus?

An manchen Tagen überall Zettel und Posthits rumkleben haben…

Meistens sind die bei uns gelb. Zurzeit sind sie pinkfarbig (Schuld meiner Tochter), wodurch sie dementsprechend auffallen.

Ständig wiederkehrende Termine wurden ja schon IN den Küchenschrank verbannt. Da frag ich mich schon das ein oder andere Mal, wann diese Tür aus den Scharnieren bricht. Sollte dies jemals eintreffen, könnten wir der Küchen-Firma berichten, dass man nur eine gewisse Anzahl „…“ an gelben Bäbbern in den Schrank kleben darf.

Es gibt allerdings, zu meinem Leidwesen, die Termine oder auch Wichtigkeiten, die relativ zeitnah auf uns zukommen.

Diese kurzen Notizen zwecks Schule, oder auch Termine von mir oder meinem Mann werden bei uns kurzerhand einfach von außen an die Tür eines der Küchenschränke geklebt. Somit fallen sie ständig ins Auge und man liest sie mitunter sogar mehrmals am Tag.

Wie kann es dann sein, dass man trotzdem einen Termin versemmelt, obwohl er sogar noch mal im Kalender steht. Wir vergessen ein Heft für die Schule rechtzeitig zu kaufen, obschon die Notiz über eine Woche da hängt und sich quasi fast ins Gehirn einbrennt.

Ja das gehört wohl zu der Kategorie wie mal geschwind einen Einkaufskorb leer räumen und infolge dieser Hektik, die unglaublichsten Dinge in den Kühlschrank zu stecken. (z.B. Zahnpasta… Das kennt sicher auch der Ein oder Andere.)

Bei uns benötigen wiederkehrende Termine eine gewisse Anlaufzeit.

Spätestens nach dem vierten Mal sitzt der Termin und es läuft wie von selbst.

Im Gegensatz dazu führte die Aufregung darüber, einen Zahnarzttermin jaaa nicht zu verpassen sogar schon mal dazu, dass wir in der Tat, eine Woche zu früh in der Praxis standen.

Ja die vielen Dinge, die tagtäglich auf uns einbröseln sorgen schon das ein oder andere Mal für Durcheinander. Und wenn, meist vor den Ferien, noch ein Container vor dem Haus steht, der sich ja auch nicht von alleine füllt,…

Ich hatte mir gleich einen Bäbber geschrieben, dass ich daran denke die Steine von hinten vom Garten auch hinein zu werfen. Na ja, was soll ich sagen, sie lagen, nachdem der Container fort war, immer noch im Garten. Wozu also die gelben Bäbber, die bei uns gerade pinkfarbig sind?

Wer erinnert mich daran, rechtzeitig auf die Notiz zu schauen? *stöhn*

Es ist einfach ein Fass ohne Boden, schlicht weg und ergreifend ergebe ich mich in diesen unausweichlichen Fakt, dass ich zwar Notizen und Zettel und Kalender schreibe, aber es im Grunde nichts nützt, da ich eh manches vergesse, verwechsle oder am Ende sogar doppelt mache. Und wenn, wie sollte es anders sein, mein Sohn am Nachmittag kommt und meint:

„Mama, ich brauch jetzt das Heft!“

Dann fahren wir eben in diesem Moment hinunter ins Dorf und besorgen es. (Wer hätte das gedacht.) Dass ich die Tage zuvor schon einige Male unterwegs war, wo ich es hätte mitnehmen können, spielt in dem Augenblick keine Rolle mehr, denn er hat es ja jetzt.

Mein Fazit aus diesen vielen bäbberlichen Erfahrungen ist, cool bleiben, Ruhe bewahren, ab und an einfach mal die Küchenschränke komplett von allen Bäbbern, egal was für eine Farbe, befreien. Die Kinder schnappen und eine kleine Waldwanderung machen.

Die wichtigen Dinge stehen sowieso im Kalender.

… und für alle anderen Dinge, sei‘s vorhergesehen oder unvorhergesehen, muss man ohnehin spontan reagieren…

… sich quasi mit der Welle treiben lassen und manchmal einfach mit einer Tasse Kaffee hinaus in den Garten sitzen und den Schildkröten zuschauen. (Nur dass die zurzeit im Kühlschrank ihren Winterschlaf halten.) … und das Telefon klingeln lassen... und ... und ... und ...

Während ich den Kaffee rauslasse, freue ich mich über meine schönen Küchenschränke, die ich endlich mal wieder ohne die viereckigen gelben und pinkfarbenen Zettel sehe.